Echtschmuck wird aus verschiedenen Materialien hergestellt. Wichtigste Grundmaterialien sind Edelmetalle. Als Edelmetalle bezeichnet man Metalle, die auch bei höheren Temperaturen keine Verbindung mit Sauerstoff eingehen, d.h. nicht oxidieren, nicht rosten und nicht anlaufen. Diese Eigenschaften haben Gold, Platin, Silber und die für die Schmuckherstellung weniger wichtigen Platinnebenmetalle Rhodium und Palladium.

Gold − lassen Sie sich von edlem Gold aus der Fassung bringen!

Man unterscheidet je nach Art der Goldlegierung

Gelbgold (Feingold , Silber und Kupfer zu etwa gleichen Teilen)
Rotgold (Feingold, Silber und Kupfer, wobei der Kupferanteil überwiegt)
Weißgold (Feingold, Nickel und Palladium).

Das genaue Mischungsverhältnis ist ein Geheimnis der verschiedenen Scheideanstalten.
Die Gewichtseinheit für Gold ist Gramm. Der Stempel in einem Schmuckstück gibt an, wieviel Feingoldanteile (immer auf 1000 Anteile bezogen) es enthält.

333/--- 333 Gewichtsanteile sind Feingold,
die restlichen 667 Teile sind andere Metalle.
8 Karat
585/--- 585 Gewichtsanteile sind Feingold,
die restlichen 415 Teile sind andere Metalle.
14 Karat
750/--- 750 Gewichtsanteile sind Feingold,
die restlichen 250 Teile sind andere Metalle.
18 Karat
1000/--- 1000 Gewichtsanteile sind Feingold. 24 Karat
 

Es ist klassisch, es ist modisch, es ist schick. Gold ist eines der beliebtesten Materialien und vor allem durch seine zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Materialien sehr angesehen. Das goldene Edelmetall ist oftmals als grundlegende Fassung für viele Edelsteine geeignet, kann aber auch ohne Schmückung, in schlichter Form sehr facettenreich aussehen: Von schlichten und dezenten bis hin zu massiven Schmuckstücken kann Gold alle Ansprüche erfüllen. Die Geschmäcker können dabei weit auseinander gehen und trotzdem wird für jeden etwas dabei sein. Was für ein Typ sind Sie? Bevorzugen Sie es eher dezent und minimalistisch? Oder lieber auffallend und pompös? Oder mögen Sie es gerne verspielt und außergewöhnlich? Egal, was Sie für Vorlieben haben, goldener Schmuck lässt Sie nicht im Stich!

Gold ist nicht gleich Gold

Gold ist noch lange nicht einfach nur Gold – denn es gibt viele verschiedene Goldvarianten, die alle voneinander abweichen und andere Anmutungen mit sich bringen. Die verschiedenen Legierungen werden durch das Beimengen von anderen Metallen erzeugt, hauptsächlich durch Kupfer, Silber, Palladium oder Aluminium.

Roségold ist ein sehr warmer Farbton und sieht besonders edel aus, wenn man ihn mit warmen Farben kombiniert, wie beispielsweise einem braunen Strickpullover. Die etwas intensivere Variante des Roségolds ist das Rotgold, das fast einen bronzefarbenen Anschein hat − die rostrote Farbe wird durch das Metall Kupfer erzeugt, das dem Feingold hinzugefügt wird. Weißgold ist das hochwertigste, goldene Edelmetall. Durch die helle Farbe sehen vor allem dunkle, farberfüllte Edelsteine entzückend aus. Wer es dezent mag, der liegt mit einem schlichten Schmuckstück aus Weißgold nicht falsch und auch helle Steine wirken darauf sehr glamourös. Der beliebteste Ring, um den Schwur der Ehe zu besiegeln, ist aus Gelbgold. Der Farbton strahlt Wärme und Geborgenheit aus und ist mit verschiedenen Feingoldanteilen erhältlich.

Gold für den Sieger!

Gold ist das Symbol für Ruhm und Ehre, für Sieg und Ehrgeiz, für Disziplin und Leistung. Glückstränen und beflügelndes Siegesgefühl überkommen einen, wenn man auf dem Podest steht und die goldene Trophäe in die Luft hält und ohrenbetäubender Jubel einem Anerkennung zollt. Das besondere Edelmetall hat schon seit langer Zeit eine bewährte Stellung – ob als Siegessymbol, als Zahlungsmittel oder als Wertanalage, Gold war und ist schon immer mit besonderem Wert versehen gewesen. Auch als Zeichen der Liebe spielt Gold schon seit langer Zeit eine tragende Rolle – als Bund der Ehe oder als Geschenk aus Freundschaft oder inniger Liebe.

Silber − der Allrounder unter den Edelmetallen

Das Edelmetall Silber ist ebenso wie Gold ein sehr angesehenes Schmuckstück und wird entweder allein oder in Kombination mit anderen Materialien verwendet. Da Silber ein weiches Metall ist, lässt es sich sehr gut formen und bietet eine unendliche Vielfalt, was Form und Beschaffenheit angeht. Es lässt sich beispielsweise mit einer Vielzahl von Kleidungsstilen kombinieren – ob zu einer lässige Jeans oder einem extravagantes Abendkleid - denn es passt sowohl zu einem legeren, lockeren Outfit, als auch zu einem edlen, romantischen Styling.

Silber oder Gold?

Trage ich nun lieber Silber, oder lieber Gold? Womit kombiniere ich was am besten? Was passt zu meinem Typ? Das ist die große Frage, mit der sich schon so mancher beschäftigt hat. An sich ist das Geschmackssache, aber es gibt einige Kriterien, die die Entscheidung erleichtern können. Zum einem wird gesagt, dass vor allem zu blasser Haut warme Farbtöne, also goldener Schmuck, passen, um Kontraste zu erzielen. Silber passt dagegen gut zu etwas dunkleren Haut-Teints. Zu Gold sieht eine Garderobe in warmen Farbtönen bewundernswert aus, während Silber ausgezeichnet zur Freizeitkleidung kombiniert werden kann. Der Vorteil von Silber ist der dezente, unauffällige Auftritt, der trotzdem glamourös und edel wirkt. Gold hingegen wirkt sehr warm und ist vor allem in Kombination mit dunklen Farben ein absoluter Blickfänger. Strenge Richtlinien gibt es allerdings nicht und ob man lieber Gold oder Silber trägt ist zum großen Teil auch vom persönlichen Geschmack abhängig.

Interessantes über Silber

Wussten Sie, dass Silber zu den ersten fünf Metallen gehörte, die entdeckt wurden? Oder haben Sie schon gehört, dass Silber für den menschlichen Körper nicht schädlich ist und in Staubform sogar als Essensdekoration benutzt werden kann? Oder wussten Sie, dass die Münzen, die vor 1965 in Amerika produziert wurden, aus ca. 90% Silber bestanden? Silber ist ein Metall mit langer Geschichte. Erste Vorkommen wurden im 5. Jahrtausend vor Christus entdeckt. Das Edelmetall tritt hauptsächlich in Form von Kristallen oder Körnern auf. . Damit das weiche Metall härter wird, wird es oftmals mit anderen Metallen legiert, wie zum Beispiel mit Kupfer oder Aluminium. Das Sterlingsilber beispielsweise weist einen relativ hohen Silberanteil auf und besteht aus 92,5% reinem Silber und 7,5% aus anderen Metallen – erkennen kann man es an der Stempelung mit der Ziffer „925“. Die heutigen Hauptfundorte sind Mexiko, Peru, USA, Kanada, Australien und Russland.